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Die heutige Besitzervereinigung
für Vollblutzucht und Rennen e.V. führt diese Bezeichnung seit
dem 18. März 1958 in Nachfolge des am 29. April 1917 gegründeten „Verein
Westdeutscher Rennstallbesitzer“. Die Vereinigung ist gemeinnützig.
Gemäß Satzung besteht ihre Hauptaufgabe darin, „alle Interessen
dieser Besitzergruppen gegenüber den Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden,
sowie allen Organisationen des internationalen und deutschen Pferdesportes,
insbesondere des deutschen Rennsports, einschließlich der Rennvereine
wahrzunehmen und zu vertreten.“
Die Besitzervereinigung ist Gründungsmitglied des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. in Köln und stellt in der Mitgliederversammlung des Direktoriums ebenso viele Delegierte wie die deutschen Rennvereine. Ebenso stellt sie im Vorstand des Direktoriums – dem eigentlichen Lenkungsgremium des deutschen Galopprennsports und der deutschen Vollblutzucht – paritätisch mit den Rennvereinen 6 Vorstandsmitglieder, die für eine Periode von 3 Jahren gewählt werden, analog zur Wahlperiode der Besitzervereinigung selbst. Die Bayerische Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen und die Norddeutsche Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen sind seit 1964 als Regionalverbände unserer Vereinigung angeschlossen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Mitteldeutsche Besitzervereinigung gegründet, die ebenfalls als Regionalverband Mitglied der Gesamtvereinigung ist. Die Besitzervereinigung ist seit Jahren Mitglied des International Breeders’ Meeting, das ist der Zusammenschluss aller internationalen Vollblutzüchter weltweit sowie auch der Europäischen Züchtervereinigung, in der sie traditionell einen Vizepräsidenten stellt. In den Jahren 1996 bis 1999 stellte sie den Präsidenten der Europäischen Züchtervereinigung. Die Besitzervereinigung hat die deutsche Vollblutzucht und den deutschen Rennsport in den letzten 50 Jahren durch ihre Arbeit und ihre Initiativen maßgeblich geprägt. Die gesamten Vorschriften der Zuchtbuchordnung sowie der Verordnungen über die Hygiene für die Vollblutzucht, die beide Bestandteil der Rennordnung des Direktoriums sind, sind maßgeblich geprägt durch namhafte Mitglieder der Vereinigung. Gleiches gilt für Maßnahmen der Schutzimpfung gegen seuchenhaften Husten und die flächendeckende Impfung des gesamten Stutenbestandes der deutschen Vollblutzucht gegen Virusabort sowie die Impfung der Deckhengste gegen Arteritis (EVA). Aber auch die Einführung neuer Zuchtrennen, wie beispielsweise der Nationalen Listenrennen sowie sämtlicher Auktionsrennen sind aufgrund der Initiative der Vereinigung entstanden, ebenfalls die Hochstufung des Preises der Winterkönigin und des Preises des Winterfavoriten in Gruppe III-Status. Die Einführung der Besitzerprämie bei der Öffnung der internationalen Gruppen-Rennen hat zur Stabilisierung sowohl der Gewinne deutscher Pferde aber auch der Existenz der Rennen selbst beigetragen und dazu geführt, dass die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Vollblutzucht im Inland so deutlich unter Beweis gestellt werden konnte, dass sie auch seit nunmehr 10 Jahren in immer weiter steigendem Maße herausragende Erfolge im europäischen und außereuropäischen Ausland errungen hat. Die Verankerung der Züchterprämie in der Rennordnung, sowie das ständige Bemühen diese auf den heutigen Höchststand von 24% für zwei- und dreijährige Pferde zu bringen, ist ein vorrangiges Ziel der Besitzervereinigung gewesen und wird es auch weiter bleiben. Insbesondere bei der Integration der neuen Länder hat die Besitzervereinigung durch die Schaffung des Solidarfonds-Ost dazu beigetragen, dass Vollblutzucht und Rennsport nach der Öffnung der Mauer nicht nur existent blieben sondern auch eine durchaus positive Zukunft in Mitteldeutschland gefunden haben. Ohne den Solidarfonds Ost wären vermutlich heute, mit Ausnahme von Hoppegarten und Dresden, keine Rennen mehr in den neuen Bundesländern denkbar. Die Besitzervereinigung bemüht sich seit Jahrzehnten in besonderem Maße um Sicherheit und Ordnung bei der Durchführung der Rennen und hat massiv dabei mitgewirkt, sowohl die Kontrollen bei Renneinsätzen insbesondere aber auch im Training einzuführen und zu forcieren. |

